Kein Strohfeuer

Lässt Du Dich schnell begeistern? Und wenn ja, von was? Von einem tollen Auto? Von einem schönen Urlaub? Vom Sieg Deines Lieblings-Fußballvereins? Von der Liebe zu deinem neuen Partner?

Begeisterung ist etwas Tolles. Das sind positive Gefühle, die uns beflügeln, uns neue Motivation, neue Energie geben. Aber wie lange hält die Begeisterung an? Beim Auto hält die Freude oft nur bis zur ersten Reparatur, beim Urlaub nur bis zum Anblick der Hotel-Baustelle. Beim Lieblings-Fußballverein endet die Euphorie meist mit der nächsten Niederlage und beim neuen Partner hält die Liebe manchmal nur bis zum ersten handfesten Streit…
Nach dem anfänglichen Gefühl der Begeisterung folgt dann die Ernüchterung. Das sehnsüchtig Erträumte ist irgendwann nichts Besonderes mehr, es wurde zur Normalität (über die man sich nicht mehr so richtig freuen kann). Oder aber: Schwächen, Mängel oder Nachteile werden zur Enttäuschung und Frustration. Kennst Du dieses Gefühl auch?

Unsere Begeisterung gleicht doch manchmal einem Strohfeuer. Ein Strohfeuer ist nach allgemeiner Definition „ein von leicht brennbarem Stroh genährtes, stark, hell und hoch aufflackerndes Feuer, das schnell verlischt“. Im übertragenen Sinne ist es eine Redewendung für ein „kurzzeitiges intensives Gefühl der Begeisterung oder Liebe“.

Nun, Feuer ist eine interessante Sache.
Hin und wieder mache ich selbst gerne Feuer (das ist faszinierend, urig – männlich eben…) Dabei gibt es durchaus Unterschiede. Ein Feuer mit dicken Bucheholzstücken – wenn es erst einmal entfacht ist – brennt wesentlich gleichmäßiger und vor allem länger, als ein Feuer, das nur aus Papier, dünnen Zweigen oder eben aus Stroh besteht. So ein Strohfeuer lässt sich sehr leicht entfachen. Allerdings brennt es auch sehr schnell herunter und ist im Nu wieder erloschen. Das ist nicht besonders effektiv. Grillen oder Heizen ist damit meist nicht möglich. Ein Feuer mit richtigen Holzscheiten brennt sehr lange und gibt eine tolle Wärme ab.

Unser Glaube soll wie ein Feuer sein: Dynamisch, sich ausbreitend, brennend für Gott. Es soll den Menschen in unserer Umgebung Licht und Wärme spenden.
Aber es soll kein Strohfeuer sein. Kein Feuer, das schnell heiß wird, dann aber genauso schnell wieder verraucht. Es ist toll, wenn Du von Gott begeistert bist, aber wenn Dein eigenes Feuer für Jesus bereits wieder erloschen ist, bevor Deine Mitmenschen Feuer gefangen haben, hat es seinen Zweck irgendwie verfehlt.

Der christliche Glaube ist eine lebenslange Reise mit Gott. Wachstum ist ein langer, mitunter langsamer, manchmal sogar ein langwieriger Prozess. Dein Glaube soll sein wie ein langsam brennendes, lang anhaltendes Holzfeuer – mit glühender Leidenschaft für Jesus und Wärme für alle, die um Dich herum sind. Dieses Feuer soll sich im Laufe Deines Lebens immer mehr ausbreiten.
Hast Du Feuer gefangen für Jesus? Brennt Dein Herz für ihn? Dann lass andere dieses Feuer spüren. Achte darauf, dass Du es lange und gleichmäßig am Brennen hältst, so dass es über die Jahre viel Licht und wohltuende Wärme an Deine Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder und Kollegen abgibt.

Dietmar Schwarz

Wunder gibt es immer wieder…

Tut Gott heute noch Wunder? Ich glaube schon. Regelmäßig erstelle ich den Gemeindebrief für das Christliche Zentrum Life Plüderhausen. Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt hatte ich den Gemeindebrief zur Hälfte fertiggestellt, als mein Computer nach einem missglückten Windows-Update nicht mehr starten wollte. So etwas hatte mir gerade noch gefehlt! Nervös recherchierte ich im Internet verschiedene Optionen und probierte diese auch aus. Leider führte keine davon zum Erfolg. Das ließ mich verzweifeln. Panik stieg in mir auf, denn eine komplette Neuinstallation und das Einrichten aller Programme würde Wochen dauern…

Am Ende

Wenn man erkennt, dass man mit den eigenen Möglichkeiten am Ende ist, kann man sich nur noch eine höhere Instanz wenden. Ich fing an zu beten.

Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht, erneuten Internet-‚Recherchen, weiteren Fehlversuchen und dem Umschiffen zusätzlicher Hindernisse gelang es mir dann endlich, meinen PC mit Hilfe einer selbst erstellten Installations-CD zu starten und das fehlerhafte Windows zu reparieren. Gott sei Dank!

In diesem Moment fiel mir ein dicker Stein vom Herzen. Ich war erleichtert, glücklich und dankbar, dass mir die immense Arbeit einer Neuinstallation erspart blieb.

Warum?

In solchen Situationen kommt unweigerlich die Frage auf: Warum hat Gott das zugelassen? War es nicht sein Wunsch, dass der Gemeindebrief rechtzeitig fertig wird? Wozu soll das gut gewesen sein? Was wollte Gott mir dadurch sagen?

Nun, mir ist wieder von neuem bewusst geworden, dass ich mich viel zu oft auf meine eigenen Fähigkeiten und Stärken verlasse, anstatt tatsächlich Gott zu vertrauen.

Geht es uns nicht manchmal so: Wir planen unser Leben, unsere Ehe, unsere Familie, unseren Job, unseren Urlaub und unsere Altersruhe. Wir ichten uns häuslich ein, sind stolz auf unsere Leistungen und Verdienste. Alles funktioniert wunderbar, wir haben unser Leben schließlich im Griff! Dann kommt etwas dazwischen und wir erkennen, wie wenig wir wirklich im Griff haben. Der Verlust des Arbeitsplatzes, eine schwere Krankheit, finanzielle Nöte, der Tod eines nahestehenden Menschen oder eine andere schwere Situation… Ein nicht funktionierender PC ist da noch ein vergleichsweise kleines Problem.

Frustriert oder ehrlich?

In solchen Notsituationen zeigt sich, wie sattelfest unser Glaube ist. Wirft uns das aus der Bahn? Zweifeln wir an Gottes Güte? Kehren wir dem Glauben frustriert den Rücken? Sind wir enttäuscht, resigniert und zuletzt verbittert?
Oder kommen wir dann (endlich) ehrlich vor Gott und sagen „Herr, sieh mich an in meiner Not. Ich bin mit meiner Weisheit am Ende. Kannst du mir helfen?“ Glauben wir dann immer noch den unverrückbaren Zusagen Gottes, dass er das gute Werk, das er in uns angefangen hat, auch vollenden wird (die Bibel in Philipper 1,6) und dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (die Bibel im Römer 8,28)?

Ich glaube nicht, dass es Gottes Plan ist, uns zu ängstigen oder zu drangsalieren. Aber vielleicht lässt er hin und wieder Situationen zu, die unseren Glauben herausfordern. Die uns bewusst machen, dass wir ganz wenig in unserem Leben wirklich im Griff haben und dass wir jeden Tag auf Gottes Gnade angewiesen sind.  Mich lässt das wieder dankbarer werden für die Dinge, die er gelingen lässt.

(Editorial Gemeindebrief Juni 2017 –
Christliches Zentrum Life Plüderhausen)

Der Widerspenstigen Zähmung?

„Ich hab‘s doch gleicht gewusst! Mein Chef war wieder einmal viel zu gutmütig. Er hat sich überrumpeln lassen. Erst schickt er mich in diese gottverlassene Gegend und lässt mich die Drecksarbeit machen und dann? Dann schmeißt er den ganzen Plan wieder über den Haufen. Er hat mir die undankbare Aufgabe übertragen, der Belegschaft die schlechte Nachricht zu überbringen. Natürlich hab ich mich geweigert. Ich hab gesagt: ‚Such dir  doch einen Anderen‘ und bin abgehauen. Aber letztlich hatte ich keine Wahl, er hat richtig Druck gemacht. Bei meiner Flucht wäre ich fast draufgegangen.
Als ich meinen Job erledigt hatte, wurde der Plan geändert. Alles umsonst! Als ob ich‘s geahnt hätte! Jetzt bin ich richtig sauer. Ich sitze hier in diesem Kaff , es ist drückend heiß und ich komme mir überflüssig vor. Das war ja vielleicht ein Reinfall, das hätte ich mir doch gleich sparen können.“

Alles umsonst! Aufgewühlt, verärgert, mutlos, frustriert, wütend. Geht es Dir auch manchmal so? Die Geschichte von Jona im Alten Testament ist
eine erstaunliche Geschichte. Er hatte offensichtlich eine enge Beziehung zu Gott, zumindest war er im Gespräch mit ihm. Aber anstatt seinen Auftrag
auszuführen, geht Jona in die andere Richtung. Er läuft weg von Gott, aber der läuft ihm hinterher und lässt sich was einfallen, so dass er sich letztlich doch fügt. Dass Gott das Leben der Menschen von Ninive verschont, ärgert ihn sehr
und er würde am liebsten sterben. Jona ist ein sehr emotionaler Mensch – zunächst ignorant und widerspenstig, zwischendurch ängstlich und dankbar, zuletzt missmutig und zornig.

Ich frage mich, warum Gott ausgerechnet Jona ausgewählt hat? Sicherlich hätte es doch bessere (willigere) Kandidaten für diese Aufgabe gegeben. Dabei kann mich gut in Jona hineinversetzen. Auch ich bin hin und wieder uneinsichtig und wütend, rege mich über Kleinigkeiten, Mitmenschen und Planänderungen auf.

Benutzt Gott nur perfekte (bereitwillige) Christen um einen Plan zu verwirklichen? Oder benutzt er vielleicht auch Eigenbrötler und Choleriker, Angsthasen und Halsstarrige, Widerspenstige und Eigensinnige? Menschen, die Gottes Auftrag am liebsten ignorieren würden.

Mir ist klar geworden: Zu allen Zeiten arbeitet Gott mit unvollkommenen Menschen – mit Menschen wie Du und ich. Er gebraucht Dich mit Deinen Fehlern und Macken. Er gebraucht Dich, auch wenn Du einen ganz anderen Plan hast. Vielleicht muss er Deiner Motivation ein bisschen auf die Sprünge
helfen und Dich in die richtige Richtung schubsen, aber Gott bleibt an Dir dran. Und so kommt am Schluss was Gutes dabei heraus. Jona hat trotz seines Widerstands und seines Unmuts letztlich vielen Tausend Menschen das Leben gerettet. Gott will Dich! Er motiviert und ermutigt Dich, er will Dich zum Segen für andere Menschen machen. Denn alles in allem hat er einen genialen
Plan zur Rettung der Menschheit. Dieser Plan wird jetzt zu Ostern wieder lebendig. Aber das ist eine andere Geschichte…

Frohe Ostern!

(Editorial Gemeindebrief April 2017 –
Christliches Zentrum Life Plüderhausen)

Haltlos glücklich…?

Glatteis

Auf Glatteis unterwegs

Regelmäßig gehe ich mit unserem Hund spazieren. Auch Anfang Januar war ich mal wieder unterwegs. Tage zuvor hatte es geschneit, zwischenzeitlich hatte Tauwetter eingesetzt und dann war es wieder kalt geworden. Dadurch waren die Wege größtenteils total vereist. Der sonst entspannte Spaziergang wurde zur anstrengenden Rutschpartie. Leider nutzten auch die guten Sohlen meiner Wanderschuhe nicht viel. Oft musste ich auf die Wiese ausweichen, denn auf den Wegen war an ein normales Fortkommen nicht zu denken. Der Untergrund war spiegelglatt und ich musste ständig aufpassen, nicht auszurutschen. Es war mühsam und gefährlich.

Wenn es glatt ist, brauchen wir festen Halt. Sonst kommen wir nicht oder nur sehr schwer vorwärts. Nur leider gibt es auf Feldwegen selten ein Geländer an dem man sich festhalten könnte oder gar eine Wand zum Abstützen.

Alles glattgebügelt

In unserer modernen Welt ist auch vieles „geglättet“. So manches wird uns als toll, schön, erfüllend und wahrhaftig verkauft. Filme und Serien vermitteln eine heile Welt. Shows sind durchorganisiert, Models perfekt gestylt, alles ist abgerundet und geschliffen, aalglatt. Das mag vielleicht angenehm erscheinen, aber ist es tragfähig? Finden wir darin einen Halt für unser Leben?

Gottes Wort

Das Wort Gottes, die Bibel, ist da anders.
Viele Verse tun uns gut, sind Balsam für unsere Seele. Andere dagegen sind befremdlich, unverständlich. Und an wieder anderen Passagen stoßen wir uns und empfinden sie als Provokation. Das Wort Gottes ist eben nicht glattgeschliffen, es ist voller Ecken und Kanten, manches Mal sogar rau und ungehobelt. Mit manchen Texten haben wir unsere liebe Not.

Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) finden wir in Gottes Wort Orientierung und Halt für unser Leben. Die Bibel vermittelt moralische Werte, die zeitlos sind. Die Bibel gibt uns Hoffnung und Zuversicht, wenn wir uns verlassen und niedergeschlagen fühlen. Die Bibel zeigt uns, wer Gott ist: Schöpfer des Universums und zugleich Mensch; heilig und allmächtig und zugleich persönlich nah und erfahrbar. Liebe, Annahme und Vergebung zieht sich als roter Faden durch Gottes Botschaft.

Was gibt uns Halt?

Ist es nicht ein gutes Fundament, eine feste Basis für unser Leben, wenn wir uns geliebt und angenommen fühlen? Gibt uns das nicht einen guten Halt für unseren Weg?
Sind wir doch ehrlich: Unser Leben ist voller Tücken und Schicksalsschläge. Verletzungen und Krankheiten können uns ziemlich zusetzen und uns ins Schleudern bringen. Mit eigener Kraft kommen wir schnell an unsere Grenzen und landen hin und wieder auf der Nase. Mit Gott an meiner Seite merke ich, wie er immer wieder etwas Splitt unter meine Füße streut, wenn ich ins Rutschen komme. Das lässt meine Schritte wieder fest werden, dass ich besser vorankommen – stets mit der Zuversicht, dass ich das gesteckte Ziel sicher erreiche.

(Editorial Gemeindebrief Februar 2017 –
Christliches Zentrum Life Plüderhausen)

Willkommen!

Hier ist er nun: Mein eigener, persönlicher Blog!

Meine Leidenschaft ist das Fotografieren (vor allem in der Natur) und das Schreiben. Also werde ich hier hin und wieder ein paar Gedanken und Fotos posten.

Viel Spaß beim Lesen, Gucken und Stöbern…